11. Internationaler akzept Kongress in Berlin

„Neue Drogen hat das Land! Risikokompetenz fördern und neue Harm Reduction-Strategien entwickeln!“

Am 3. und 4. November 2016 fand in Berlin der 11. Internationale akzept Kongress in Berlin statt. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Konferenz auf der Förderung von Risikokompetenz und der Entwicklung neuer Harm Reduction-Strategien. Der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik – kurz akzept e.V. – wurde im Jahr 1990 in Bremen gegründet. Seitdem setzt sich der Verein für den Schutz der Menschenwürde aller Drogenkonsumenten ein und fordert ihre Entkriminalisierung. Als praktische Ziele hat sich akzept e.V. die Schadensminimierung und die Betreuung von Drogengebrauchern und -gebraucherinnen gesetzt.

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung fand auch ein Cannabis-Symposium statt, das vom Deutschen Handverband (DHV) veranstaltet wurde. Neben Cannabis als Medizin und Genussmittel standen auch die Cannabispolitik Deutschlands und die Beratung bzw. Behandlung von Konsumenten mit problematischen Konsummustern im Fokus. Während Frau Dr. Eva Milz auf die Behandlungsmöglichkeiten mit Cannabis nach der geplanten Gesetzesänderung Anfang nächsten Jahres einging, beleuchtete Maximilian Plenert vom DHV die aktuelle Lage der Patienten bezüglich des Cannabisanbaus. Im Oktober diesen Jahres hatte ein Cannabispatient von der Bundesopiumstelle erstmalig die Erlaubnis zum Eigenanbau erhalten. Der Patient hatte sich die Cannabisblüten aus der Apotheke nicht leisten können. Der Eigenanbau war in dem Fall seine einzige alternative.  Die Bundesregierung versucht jedoch nach wie vor mit allen Mitteln zu verhindern, dass Patienten ihre Medizin selbst anbauen. Mit einem neuen Gesetz soll die daher die Versorgung der Patienten und die Kostenübernahme durch die Krankenkassen gewährleistet werden.

Eine völlig andere Perspektive auf den Cannabisanbau und -konsum eröffnete die Theologin Daniela Kreher, die über ihre Erfahrungen in Uruguay berichtete. In dem südamerikanischen Staat wurde die Legalisierung von Cannabis im Jahr 2013 beschlossen. Trotz der Gesetzesänderung ist es jedoch auf Grund verschiedenster Hürden bis heute unmöglich, Marihuana legal käuflich in den dafür vorgesehenen Apotheken zu erwerben. Stattdessen setzen die anhaltenden Kämpfe zwischen Drogenkartellen und Staatsdienern Uruguay wie auch seinen Nachbarländern weiter zu.
Später in den Abendstunden standen die Experten Theo Pütz, Maximilian Plenert und Georg Wurth interessierten Teilnehmern Rede und Antwort. In kleinen Gesprächsrunden wurden Fragen zum Thema Cannabis und Führerschein, die Behandlung von Patienten mit Cannabis sowie aktuelle kommunale Modellversuche zur Cannabisabgabe an die Bevölkerung diskutiert. Der DHV war mit der Resonanz der Veranstaltung zufrieden. Viele Themen konnten in der kurzen Zeit jedoch nur angerissen werden. Daher strebt der Verband längerfristig die Durchführung eines mehrtägigen Kongresses an, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden.

Im Rahmen des zweiten Kongresstages wurde der im März verstorbene Drogenaktivist Joep Oomen für seinen mit dem akzept Lifetime Award 2016 ausgezeichnet. In seiner Laudatio lobte Maximilian Plenert Oomens Kampfgeist und seinen unermüdlichen Einsatz. Joep Oomen hatte unter anderem im Jahr 1993 die European Coalition for Just and Effective Drug Policies (Encod) gegründet, die mittlerweile Vertreter in fast allen europäischen Ländern hat.
Der 11. Internationale akzept Kongress endete mit einer Gesprächsrunde über Angebote und Präventionsstrategien für Jugendliche und einem anschließendem Resümee des Symposiums und des Kongresses insgesamt. Die Teilnehmer konnten zahlreiche Anregungen für die praktische Drogenarbeit mitnehmen. Auch auf politischer Ebene findet Bewegung statt, doch sowohl national als auch international ist es noch ein weiter Weg zur einer umfänglichen Akzeptanz von Konsum und Konsumierenden

Im Rahmen des zweiten Kongresstages wurde der im März verstorbene Drogenaktivist Joep Oomen für seinen mit dem akzept Lifetime Award 2016 ausgezeichnet. In seiner Laudatio lobte Maximilian Plenert Oomens Kampfgeist und seinen unermüdlichen Einsatz. Joep Oomen hatte unter anderem im Jahr 1993 die European Coalition for Just and Effective Drug Policies (Encod) gegründet, die mittlerweile Vertreter in fast allen europäischen Ländern hat.
Der 11. Internationale akzept Kongress endete mit einer Gesprächsrunde über Angebote und Präventionsstrategien für Jugendliche und einem anschließendem Resümee des Symposiums und des Kongresses insgesamt. Die Teilnehmer konnten zahlreiche Anregungen für die praktische Drogenarbeit mitnehmen. Auch auf politischer Ebene findet Bewegung statt, doch sowohl national als auch international ist es noch ein weiter Weg zur einer umfänglichen Akzeptanz von Konsum und Konsumierenden.

Eine völlig andere Perspektive auf den Cannabisanbau und -konsum eröffnete die Theologin Daniela Kreher, die über ihre Erfahrungen in Uruguay berichtete. In dem südamerikanischen Staat wurde die Legalisierung von Cannabis im Jahr 2013 beschlossen. Trotz der Gesetzesänderung ist es jedoch auf Grund verschiedenster Hürden bis heute unmöglich, Marihuana legal käuflich in den dafür vorgesehenen Apotheken zu erwerben. Stattdessen setzen die anhaltenden Kämpfe zwischen Drogenkartellen und Staatsdienern Uruguay wie auch seinen Nachbarländern weiter zu.
Später in den Abendstunden standen die Experten Theo Pütz, Maximilian Plenert und Georg Wurth interessierten Teilnehmern Rede und Antwort. In kleinen Gesprächsrunden wurden Fragen zum Thema Cannabis und Führerschein, die Behandlung von Patienten mit Cannabis sowie aktuelle kommunale Modellversuche zur Cannabisabgabe an die Bevölkerung diskutiert. Der DHV war mit der Resonanz der Veranstaltung zufrieden. Viele Themen konnten in der kurzen Zeit jedoch nur angerissen werden. Daher strebt der Verband längerfristig die Durchführung eines mehrtägigen Kongresses an, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden.