Überraschungen im Zusammenhang mit Cannabis können mitunter bizarr sein. Manchmal auf unterhaltsame Art, manchmal so richtig unangenehm.

Pamela Marks aus New York State schreibt seit zwei Jahren für einen Blog über Kinderspielzeug und Klamotten und lässt sich für Reviews Produkte aus dem ganzen Land zusenden. Ein Päckchen von letzter Woche kam ihr gleich merkwürdig vor, weil es extrem gut verpackt war. „Ich schickte sogar meine Tochter los, mir eine Schere zu holen“, sagt sie im Bericht auf CBS 6. Dann machte sie der Geruch stutzig – spätestens als sie das in Plastikfolie verpackte Cannabis in den Händen hielt, dämmerte es ihr. Marks rief die Polizei, die „einen sehr netten Sheriff vorbeischickten“, wie sie erzählt – und der bestätigte ihren Verdacht. Die Bloggerin betont, damit auch keine Zweifel kommen: „Jeder, der mich kennt, weiß: Ich trinke nicht, ich rauche nicht“. Über drei Kilogramm steckten in dem Päckchen eines südkalifornischen Spielzeugherstellers. Der hat dazu noch keine Stellung genommen.

Etwa zur gleichen Zeit in Arizona passierte etwas, was man als Panne eines Uninformierten bezeichnen kann: Anwohner hatten um halb zwei Uhr nachts einen berauschten Mann gemeldet, der sehr laut Musik im geparkten Auto hörte. Die Polizei traf ein, er drehte leiser und begann arglos ein Gespräch mit den Gesetzeshütern. Dabei stellten diese das bezeichnende Grasaroma und einen auffälligen Plastikbeutel fest, woraufhin der 54-Jährige ohne Umschweife zugab, dass es sich hierbei um Cannabis handelt. Ihm war noch nicht zu Ohren gekommen, dass Genusskonsum in Arizona nicht legal ist. Dabei hatten erst im November die Arizoner gegen eine Freigabe von Cannabis gestimmt – als einziger Staat übrigens.

Der Stoner fühlte sich von der Festnahme derart überrumpelt, dass er zum Angriff ausholte und die Polizei einen Taser einsetzte. Der Groschen fiel bei ihm erst nach einem klärenden Gespräch. Trotzdem muss er sich nun wegen Besitzes von Marihuana, Cannabiszubehör und Widerstands gegen Festnahme verantworten – shit happens.