Das Gesetz, das am 19. Januar im Bundestag in erstaunlicher Einigkeit der Oppositionen verabschiedet wurde, hat jetzt auch den Bundesrat passiert. Heute wurde das Gesetz freigegeben, das Schwerkranken erlaubt, medizinisches Cannabis auf Rezept zu beziehen. Der behandelnde Arzt kann es verschreiben, wenn er von einem positiven Verlauf der Krankheit bzw. der Symptome ausgeht.

Erfolgreich wurde Cannabis bisher bei chronischen Schmerzen, Multipler Sklerose und Folgen einer Chemotherapie wie Appetitlosigkeit und Übelkeit eingesetzt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Cannabisblüten, die über registrierte Apotheken bezogen werden können. Bis der staatliche überwachte Anbau in Deutschland Gestalt angenommen hat, soll – wie bisher für Patienten mit Ausnahmegenehmigung – auf Importe aus dem Ausland zurückgegriffen werden. Ziel ist, dass, überwacht durch die gerade entstehende Cannabisagentur, in Deutschland angebautes Gras in standardisierter Qualität zur Verfügung steht.

In Kraft tritt das Gesetz, sobald der Text im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.