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Cannabis auf Rezept bei Menstruationsbeschwerden

Medizin

Autor: A. P.

Eine Abgeordnete in New York State will Frauen während ihrer Periode unterstützen – mit Cannabis.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kongressabgeordnete der Gesundheitskammer von NY State, Linda Rosenthal, sich für die Gesundheit von Frauen einsetzt. Die Demokratin hatte im Vorfeld die Umsatzsteuer auf Tampons und Binden abgeschafft und in die Wege geleitet, dass in Zukunft Hygieneartikel in Gefängnissen und Schulen umsonst zur Verfügung stehen.

Jetzt hat sie mitinitiiert, dass Dysmenorrhoe – starke Menstruationsschmerzen – auf die Liste der Krankheiten kommt, für die man in NY State eine Genehmigung für medizinisches Cannabis bekommt.

Dysmenorrhoe ist eine starke Form von Regelbeschwerden, die den Alltag für manche Frauen unmöglich macht. Manchmal kommen zu starken Krämpfen am Unterleib Kopf-, Rückenschmerz, Schwindel, Übelkeit, Durchfall und Kreislaufbeschwerden hinzu, gegen die die üblichen Schmerzmittel kaum oder wenig wirken. Manche Frauen betrifft das jeden Monat, andere nur gelegentlich.

Newsweek gegenüber äußerte Rosenthal: „Es waren bisher Männer, die Abgeordnetenhäuser, Governorships und Vorsitze geleitet haben. Themen, die nur Frauen betreffen, wurden ignoriert – weil sie einfach nicht im Bewusstsein der Männer sind.“

Widerstand gegen ihren Antrag kam entsprechend von zwei männlichen (republikanischen) Abgeordneten. Aber Rosenthal ist zuversichtlich, dass Senat und der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo mehr Verständnis dafür haben, dass medizinisches Cannabis gerade bei Krämpfen besser wirkt als so manche Tablette.

Diese Hürden muss der Antrag noch nehmen, bevor Bewohnerinnen von NY State ihre monatlichen Beschwerden offiziell mit Cannabis behandeln dürfen.

Beratend zur Seite gestanden hatte die Schauspielerin Whoopi Goldberg. Sie hat 2016 eine eigene Linie von medizinischen Cannabisprodukten herausgebracht, die speziell gegen Unterleibskrämpfe entwickelt wurden und THC bzw. CBD enthalten. Goldberg wunderte sich, dass in der eigentlich sehr frauendominierten Cannabisbranche noch nicht viel passiert sei. „Die Periode wirkt sich auf unser Leben aus, auf unsere Produktivität. Darüber müssen wir sprechen“, forderte Whoopi Goldberg im Magazin Rolling Stone – und das, obwohl sie als inzwischen dreifache Großmutter tamponfrei leben dürfte.

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