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Gentest sagt Wirkung von Cannabis voraus

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Autor: ap

Hilft mir Cannabis? Per Gentest kann man jetzt bestimmen lassen, ob Cannabis das Mittel der Wahl ist.

 

Hypochondrisch veranlagte Menschen könnten hier leicht ein Vermögen verlieren: Wollte man schon immer mal wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Brust-, Prostata- oder Dickdarmkrebs zu bekommen? Anantlife bietet einen Blick in die gesundheitliche Zukunft. Fakten und Zahlen zu den jeweiligen Todesraten in der Ankündigung sollen die letzte Scheu nehmen. Denn die Voraussage hat ihren Preis: Das Insiderwissen kostet pro Kit einige Hundert Euro. Inklusive ist aber auch eine nachbereitende Gesundheits- und Ernährungsberatung.

 

Das Biotech-Unternehmen Anantlife aus Kanada entwickelt Gentests, die die Anfälligkeit für verschiedene Erkrankungen anzeigen. In eine andere Richtung geht ihre jüngste Erfindung, der „Cannabis Genetic Test“.
Alles, was benötigt wird, ist Spucke, ein paar Hundert Euro und etwas Glück. Die Speichelprobe wird eingeschickt, Alter und Lebensgewohnheiten abgefragt. Anhand genetischer Marker in der DNA kann eine Voraussage getroffen werden, wie der Tester auf Cannabis reagieren wird. Ob der Konsum negative Auswirkungen haben könnte – auch, welche langfristigen Folgen beim Konsument zu erwarten sind. Geht er das Risiko einer erhöhten Abhängigkeitsentwicklung, kognitiver oder Herz-Kreislauf-Beeinträchtigungen ein? Und wie wirkt sich Cannabis auf das Essverhalten aus?
Ein Monitoring kann bei Risikokonsumenten hilfreich sein, um eine nebenwirkungsärmere Sorte zu finden bzw. kann helfen, Dosierung und Dauer der Behandlung einzustellen.

 

Der Genetic Cannabis Test wurde entwickelt, weil Cannabis in der Abgewöhnung von Opioiden eine zunehmende Rolle spielt. In Nordamerika wurden in den letzten Jahrzehnten Opioide massenhaft verabreicht. 60.000 Menschen sterben dort jährlich an den Folgen und die Wirtschaft büßt Milliarden ein wegen Arbeitslosigkeit aufgrund von Opioidabhängigkeit. Wissenschaftler vermuten sogar einen Zusammenhang mit der allgemein gesunkenen Lebenserwartung weißer Amerikaner. Das Opioid Oxycodon, ein Mittel, das bei mäßig bis starken Schmerzen verschrieben wird, hat, wenn es zerstoßen und geschnupft statt geschluckt wird, eine extreme Kickwirkung. Die Folge: Drei von vier Heroinabhängigen sollen laut Studien in die Abhängigkeit geraten sein durch verschriebene Schmerzmittel.

 

Opioid-Konsumenten hätten mit dem Gentest die Möglichkeit, im Vorfeld abklären zu können, ob Cannabis eine Alternative zur Schmerzbekämpfung bzw. Abhängigkeit darstellt. Aber auch bei anderen Erkrankungen könnte gezielter abgeklärt werden, ob Cannabis wirksam eingesetzt werden könnte.

 

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Bildquelle: chuttersnap | unsplash